BOHNEN TRÄUMEN NICHT

 

Herrlich so ruhig hier! - denkt der Spaziergänger im Wald.
Der scheinbaren Ruhe zum Trotz ist die Natur einem ständig treibenden Prozess von Wachsen, Sprießen, Blühen und Vergehen unterworfen, in dem sich nicht die Frage nach dem Was, Warum und Wozu stellt. Im Gegensatz dazu der Mensch: Er entzieht sich dem Produzieren und der Fragen nach dem Sinn und Zweck, indem er ruht und sich im Traum, - im Unbewussten -  neu generiert.

 

Auf einer Fläche von ca. 4 x 4 m reihen sich biegsame Stangen, an deren Enden Darstellungen von schlafenden Menschen (Zeichnungen auf Plexiglas gedruckt) montiert sind. Die gepflanzten Bilderstangen schlafender Menschen können sich wie Pflanzen im Wind bewegen. Gleichzeitig sind diese Stangen aber auch Rankhilfen für Bohnen, die im Frühling gesetzt werden, und die im Laufe des Sommers samt den Bildern überwachsen werden.

Edith Staubes Arbeit "Bohnen träumen nicht" stellt Fragen nach Prozessen, die unbewusst in scheinbarer Ruhe und Stillstand, stattfinden.

 

Künstlerische Mitarbeit: Georg Seyfried